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Das Testament

An solchen Tagen sagt man immer,
der Schmerz ist groß, er wird nicht schlimmer.
Um alles besser zu ertragen,
das Schicksal hat hart zugeschlagen.

Wir stehen hier an seinem Grabe,
beweinen einen echten Schwabe.
Man knüpft daran die eine Frage,
wie lang hat man noch Erdentage.

So war es auch in unserem Kreise,
als Heinz trat an die letzte Reise.
Wir kamen alle zum Geleit,
denn seine Reise war nun weit.

Ruhe sanft stand auf dem Stein,
Gedenken werden wir stets Dein.
Den Wunsch und auch des Himmels Segen,
brachte seine Frau zu wegen.

Danach hat sie bald ausgeflennt,
man öffnete sein Testament.
Sie regte sich ganz schrecklich auf,
enterbt war nun ihr Lebenslauf.

Zuerst war sie ganz stark benommen,
danach ließ sie den Steinmetz kommen.
Bei Ruhe sanft stand auf dem Stein,
wenn ich komme bist Du mein.

Sie wollte sagen klipp und klar
verputz ich Dich mit Haut und Haar.



 
© 2011 Peter Grupp |