Ein Pfarr, ein Pastor am Feiertage,
stellen dem Rabbi die
ernste Frage.
Wie machst du's mit dem Spendengeld,
wie viel ist das was
Gott erhält?
Der Rabbi in der Runde sitzt,
zufrieden ist er, lacht
verschmitzt.
Wir Juden kennen gut das Leben
und Wohlstand, der kommt nicht
vom Geben.
Ich werfe stets das Geld nach oben
und rufe unserm Herrgott
droben,
dass er davon seinen Teil nimmt,
der Rest ist dann für mich
bestimmt.
Der Pastor spricht von einem Kreis,
den er am Boden zieht in
weiß.
Dann wirft er fix, mit vollem Mut
und manchmal trifft er auch sehr
gut.
Das Geld im Kreis kann er behalten,
das außerhalb wird Gott
verwalten.
Die Bibel sagt, der Herrgott lenkt,
die Menschheit aber auch
mitdenkt.
Der Pfarrer spricht, man muss sich regen,
der Mensch lebt
nicht allein vom Segen.
Ich lass den Herrgott selbst entscheiden,
er mag
mich auch und kann mich leiden.
Ein Strich, der bildet eine
Brücke,
was auf ihm bleibt sind Gottesstücke.
Was links und rechts zur
Seite fällt,
das ist des Pfarrers eigen Geld.
