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Gerecht geteilt

Ein Pfarr, ein Pastor am Feiertage,
stellen dem Rabbi die ernste Frage.
Wie machst du's mit dem Spendengeld,
wie viel ist das was Gott erhält?

Der Rabbi in der Runde sitzt,
zufrieden ist er, lacht verschmitzt.
Wir Juden kennen gut das Leben
und Wohlstand, der kommt nicht vom Geben.

Ich werfe stets das Geld nach oben
und rufe unserm Herrgott droben,
dass er davon seinen Teil nimmt,
der Rest ist dann für mich bestimmt.

Der Pastor spricht von einem Kreis,
den er am Boden zieht in weiß.
Dann wirft er fix, mit vollem Mut
und manchmal trifft er auch sehr gut.

Das Geld im Kreis kann er behalten,
das außerhalb wird Gott verwalten.
Die Bibel sagt, der Herrgott lenkt,
die Menschheit aber auch mitdenkt.

Der Pfarrer spricht, man muss sich regen,
der Mensch lebt nicht allein vom Segen.
Ich lass den Herrgott selbst entscheiden,
er mag mich auch und kann mich leiden.

Ein Strich, der bildet eine Brücke,
was auf ihm bleibt sind Gottesstücke.
Was links und rechts zur Seite fällt,
das ist des Pfarrers eigen Geld.

 



 
© 2010 Peter Grupp |