Ein Mann sucht für den Zeitvertreib,
ein schnuckeliges
Eheweib.
Ein Weib für Liebe, Herd und Bett,
das fände er besonders
nett.
Er hat die körperlichen Stärken
und hier wär auch noch
anzumerken,
er hat auch jugendlichen Schwung
und träumt noch voll
Begeisterung.
Sieht rosarot die Ehewelt
und kennt kein bisschen
Spannungsfeld.
Drum tat er fleißig inserieren,
um eine Ehe zu
riskieren.
Das ganze schien ihm zu gelingen,
bald ließen sie die
Gläser klingen.
Zwei Menschen gingen Hand in Hand,
in den ersehnten
Ehestand.
Nach langer Zeit und vielen Wochen,
trifft ihn der Freund
wie abgesprochen.
Mit weißem Hemd und Bügelfalte,
gar nicht mehr wie sonst
der Alte.
Drum spricht der Freund vom Ehesegen
und glaubt der andre
darf sich pflegen.
Doch der kann laut ein Liedlein singen,
der
Zeitvertreib tat ihr gelingen.
Vorbei ist längstens seine Ruhe,
putzen
darf er alle Schuhe.
Bügeln muß er selbst die Hosen,
gebettet ist nur sie
auf Rosen.
Sie hat ihm sonst noch viel gelernt,
der Zeitvertreib ist
weit entfernt.
Er wandelt jetzt auf neuen Wegen,
das heißt nun waschen,
kochen, fegen.
Und die Moral von der Geschicht,
heirat aus Langeweile
nicht.
Denn Frauen haben manche Tücken,
die Zukunft heißt dann Daumen
drücken.
