Gerade oft bei jungen Paaren,
kann man kurz danach
erfahren,
sie haben sich zu früh getraut,
drum wird es in der Ehe
laut.
Ganz anders schien's bei unserm Paar,
da war die Sache längstens
klar.
Von Liebespfeilen voll getroffen,
konnte man auf Harmonie wohl
hoffen.
Blitzsauber war sie in dem Mieder
und hatte schöne schlanke
Glieder.
Drum riefen alle froh und laut,
sie ist 'ne wunderschöne
Braut.
Ihre Ehe war ein Hauptgewinn,
das Leben hatte einen
Sinn.
Reich und glücklich hieß ihr Motto,
verglichen mit dem
Zahlenlotto.
Doch wenn die Liebe tut erkalten,
lässt sich das Glück
nie lange halten.
Die Gute hatte Grund zur Klage,
denn wie in jeder
Ehelage,
ist irgend wann der Reiz vorbei,
danach beginnt das
Einerlei.
Die Gute war deshalb verdrossen,
zu wenig hatte sie
genossen.
Drum dachte sie, bei meinem Mann,
wie zünd ich neues Feuer
an.
Wie bring ich Schwung in meinen Alten,
damit wir beide nicht
erkalten.
Schwarz machte sie besonders weiblich
und kleidet sie fast
unbeschreiblich.
Schwarz zeigt sie sich in ihren Reizen,
um ihren Alten
anzuheizen.
Doch der sieht sie nur halb verschwommen
und hatte
fälschlich angenommen.
Springt eilig aus dem Sessel raus
und schreit,
geht's mit der Oma aus.
